Was das Staraufgebot
betrifft, lässt sich der zeitmäßig vor dem Film „Treffen der
Genration“ angesiedelte Roman „Die andere Seite“ sicher nicht
lumpen: Die drei wichtigsten noch lebenden Charaktere der alten
Enterprise, Spock, Scotty und McCoy treffen hier auf die gesamte Crew
der neuen Enterprise (auf eine Wiederbelebung von Kirk wurde Gott sei
Dank verzichtet). Sogar für der Nebencharakter Reginald Barclay, aus
der Serie bekannt und durch seine zahlreichen Marotten dennoch ein
Publikumliebling, musste für eine Szene herhalten- allerdings ist
diese für die Handlung so unbedeutend, dass man sie getrost auch hätte
streichen können.
Es beginnt damit, dass Spock einer Gruppe von Romulanern die
vulkanische Lebensweise zu vermitteln versucht und damit eine spätere
Wiedervereinigung der beiden Völker anstrebt. Dabei nervt nicht nur
das endlose Herumreden um Logik und Kontrolle über die Emotionen,
sondern auch der Umstand, dass Spock nie beim Namen genannt wird,
sondern immer nur „der Vulkanier“ oder „Der Lehrer“ ist-
sollte damit Spannung erzeugt werden, dürfte das ziemlich schief
gegangen sein.
Doch dem romulanischen Reich ist die kleine Gruppe ein Dorn im Auge,
sie wird des Verrats beschuldigt und gefangengenommen.
Sogleich starten Spocks alte Freunde unabhängig voneinander zur
Rettungsmission: McCoy, inzwischen beinahe hundertfünfzigjähriger
Admiral, gesellt sich zu der Crew der neuen Enterprise, deren Mission
darin besteht, Spock, der zahlreiche Föderationsgeheimnisse kennt,
freizubekommen.
Währenddessen hat Scotty einen aberwitzigen Plan, den er auch tatsächlich
durchführt: Er stiehlt ein über hundertjähriges Föderationsraumschiff,
das über eine romulanische Tarnvorrichtung verfügt, aus einem
Museum. Diese Aktion ist aber tatsächlich so sinnlos, wie sie klingt:
Bald ist es Scotty, der selbst aus Gefangenschaft befreit werden muss,
worum sich die Offiziere der Enterprise, heldenmütig wie sie sind,
natürlich geradezu reißen, bis eine kleine Gruppe mit einem Shuttle
aufbricht...
Soweit, so gut. Insgesamt ein ganz passables Star Trek Abenteuer, das,
sofern man die Seiten, wo über alle Maßen philosophiert, meditiert
und die vulkanische Logik gepriesen wird, ein bisschen schneller überfliegt,
jede Menge kurzweiliger Unterhaltung bietet.