Startseite

Veröffentlichungen

Vorschau

News

Leseproben

Hörproben

Bildergalerie

Presse und mehr

Rezensionen

Links

Kontakt

Lesungen

Blog

Gästebuch

L.E.Modesitt jr.
Freiheit für Cyador (Recluce 12)

Eine Rezension von Nina Horvath
 

 

Zwar handelt es sich bereits um den zwölften Band dieser Romanreihe, aber in keiner einzigen Sekunde kam bei mir das Gefühl auf, mich in einem nicht in sich geschlossenen Werk zu befinden. Langwierige Erklärungen werden ausgespart, aber die Handlung fügt sich dennoch zu einem verständlichen Ganzen. Zwar irritiert es anfangs ein wenig, dass der Roman nicht in der üblichen Mitvergangenheit, sondern in der Gegenwartsform verfasst ist, allerdings gewöhnt man sich sehr schnell daran.

In vorliegendem Band geht es um Lorn, einen jungen Hauptmann, der versetzt wird, um eine Truppe von Spiegellanzenkämpfern zu kommandieren. Diese sollen den Verwunschenen Wald daran hindern, sich über die ihn umgebende Mauer auszubreiten.

Schon bald zeigt sich, dass die Aufgabe einem Himmelfahrtskommando gleichkommt. Dauernd fallen neue Bäume um und können die Mauer durchbrechen. Aufgabe der Spiegellanzenkämpfer ist es, die sich in der Baumkrone befindlichen Raubtiere daran zu hindern, zu entkommen.

Wieder und wieder sieht sich Lorn neuen Bedrohungen gegenüber, die er jedoch den Umständen entsprechend mit geradezu erstaunlichem Geschick meistert. Die Bedingungen werden dennoch immer schwieriger, Ausbrüche des Waldes immer häufiger und gleichzeitig werden gefallenen Lanzenreiter einfach nicht mehr ersetzt, obwohl die Truppe nach und nach auf die Hälfte zusammengeschrumpft ist und trotz der Erfolge, die Lorn beim Einsetzen neuer Strategien erzielt, ist seine Vorgehensweise seinen Vorgesetzten ein Dorn im Auge.

Im Laufe der Handlung tritt zu Tage, dass seine Versetzung offensichtlich eine Aktion war, um ihn loszuwerden. Er stammt nämlich aus einer einflussreichen Familie und verfügt selbst über starke magische Fähigkeiten.
Die Intrigen, die hinter seinem Rücken gesponnen werden, machen es ihm auch unmöglich, sein Leben mit der Frau, die er liebt, zu verbringen. Schließlich fasst er jedoch den Plan, sie innerhalb weniger Urlaubstage in aller Heimlichkeit zu heiraten...

Insgesamt lässt „Freiheit für Cyador“ einen ausschließlich positiven Eindruck zurück. Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend, die detailverliebten, aber niemals langatmigen Schilderungen geben einem (beinahe) das Gefühl, selbst dabei zu sein. Nach dieser Lektüre bekommt man auf jeden Fall Lust auf weitere Werke dieses Autors.