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Olaf Flatergast
Druiden-Rache (Das schwarze Auge)

Eine Rezension von Nina Horvath
 

 

Wieder einmal ein Roman aus der phantastischen DSA-Welt, der im Grunde genommen genau so ist, wie man es sich erwartet: Ein spannendes Fantasyabenteuer mit der üblichen Geschichte.
Die Handlung setzt mit - nicht nur fast, sondern ganz sicher als kitschig zu bezeichnenden - Szenen aus einer Gesellschaft von Waldelfen an. Die Idylle währt jedoch nicht lange, zuerst spüren die Elfen bei ihrer gemeinschaftlichen Meditation den Einfluss einer unheilvollen Macht, kurze Zeit später wird die gesamte Sippe niedergemetzelt. Überlebende sind Halone, eine junge Elfe, die fortan rastlos durch die Gegend zieht und der Halbelf Aldhelm, der gefangengenommen wird- und zwar nicht willkürlich, sondern man hat ganz gezielt nach ihm gesucht. Er wird dann befreit und durchläuft eine Magierausbildung, nicht allzu lange Zeit später wird die Festung, auf der er nun seine neue Heimat gefunden hat, angegriffen und fällt, Aldhelm kann durch einen Unsichtbarkeitszauber geschützt entkommen.
Lange danach kündigt sich ein ähnliches Phänomen an wie das, das vor dem Unglück, das den Elfen widerfahren ist, schon einmal sichtbar war. Aldhelm, der sich inzwischen Varmendrion nennt und Halone treffen einander wieder.
Ein magisches Zeichen frisst sich unaufhaltsam durch den Wald, offensichtlich versucht sich eine unbekannte Macht in der Beschwörung eines Dämons, um die Entwicklung aufzuhalten, wagen sich Varmendrion, Halone, ein weiterer Elf und zwei Magier auf eine gefährliche Reise.
Das Buch ist spannend, allerdings kommt es kaum zu echten Überraschungen. Da ich das Ende ja nicht verraten darf, kann ja jeder selbst mal darüber mutmaßen, ob die tapferen Abenteurer es schaffen, das Unglück aufzuhalten und wer letztendlich als Liebespaar endet, ich glaube, das müsste jeder, der jemals irgendeinen Fantasyroman gelesen hat, ohne Schwierigkeiten schaffen...
Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass unbeantwortete Fragen auftauchen, beispielsweise, was nun tatsächlich das besondere an Varmendrion ist, von dem ununterbrochen geredet wird. Von irgendwelchen ganz unglaublichen Zufällen ganz zu schweigen, bei denen immer die richtigen Leute zur richtigen Zeit an richtigen Ort sind.
Allerdings gibt es auch zahlreiche Szenen, die zum Schmunzeln anregen, einerseits die ewigen Sticheleien von Menschen über Elfengewohnheiten und umgekehrt, ein mitreisender Zwergdrache, der andauernd sein Herrchen ärgert und bereitwillig den Zigarettenanzünder spielt oder ein Magier, der aus dem Nichts auftaucht, alle in Alarmbereitschaft versetzt und dann mit der Bemerkung, sich im Universum geirrt zu haben, ebenso unerwartet wieder verschwindet.
Einfach ein wenig abschalten vom Alltag und in eine phantastische Abenteuerwelt eintauchen macht den Roman alles in allem dennoch zu einem lohnendem Lesevergnügen.