Wieder einmal ein Roman aus
der phantastischen DSA-Welt, der im Grunde genommen genau so ist, wie
man es sich erwartet: Ein spannendes Fantasyabenteuer mit der
üblichen Geschichte.
Die Handlung setzt mit - nicht nur fast, sondern ganz sicher als
kitschig zu bezeichnenden - Szenen aus einer Gesellschaft von
Waldelfen an. Die Idylle währt jedoch nicht lange, zuerst spüren die
Elfen bei ihrer gemeinschaftlichen Meditation den Einfluss einer
unheilvollen Macht, kurze Zeit später wird die gesamte Sippe
niedergemetzelt. Überlebende sind Halone, eine junge Elfe, die fortan
rastlos durch die Gegend zieht und der Halbelf Aldhelm, der
gefangengenommen wird- und zwar nicht willkürlich, sondern man hat
ganz gezielt nach ihm gesucht. Er wird dann befreit und durchläuft
eine Magierausbildung, nicht allzu lange Zeit später wird die
Festung, auf der er nun seine neue Heimat gefunden hat, angegriffen
und fällt, Aldhelm kann durch einen Unsichtbarkeitszauber geschützt
entkommen.
Lange danach kündigt sich ein ähnliches Phänomen an wie das, das
vor dem Unglück, das den Elfen widerfahren ist, schon einmal sichtbar
war. Aldhelm, der sich inzwischen Varmendrion nennt und Halone treffen
einander wieder.
Ein magisches Zeichen frisst sich unaufhaltsam durch den Wald,
offensichtlich versucht sich eine unbekannte Macht in der Beschwörung
eines Dämons, um die Entwicklung aufzuhalten, wagen sich Varmendrion,
Halone, ein weiterer Elf und zwei Magier auf eine gefährliche Reise.
Das Buch ist spannend, allerdings kommt es kaum zu echten
Überraschungen. Da ich das Ende ja nicht verraten darf, kann ja jeder
selbst mal darüber mutmaßen, ob die tapferen Abenteurer es schaffen,
das Unglück aufzuhalten und wer letztendlich als Liebespaar endet,
ich glaube, das müsste jeder, der jemals irgendeinen Fantasyroman
gelesen hat, ohne Schwierigkeiten schaffen...
Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass unbeantwortete Fragen auftauchen,
beispielsweise, was nun tatsächlich das besondere an Varmendrion ist,
von dem ununterbrochen geredet wird. Von irgendwelchen ganz
unglaublichen Zufällen ganz zu schweigen, bei denen immer die
richtigen Leute zur richtigen Zeit an richtigen Ort sind.
Allerdings gibt es auch zahlreiche Szenen, die zum Schmunzeln anregen,
einerseits die ewigen Sticheleien von Menschen über Elfengewohnheiten
und umgekehrt, ein mitreisender Zwergdrache, der andauernd sein
Herrchen ärgert und bereitwillig den Zigarettenanzünder spielt oder
ein Magier, der aus dem Nichts auftaucht, alle in Alarmbereitschaft
versetzt und dann mit der Bemerkung, sich im Universum geirrt zu
haben, ebenso unerwartet wieder verschwindet.
Einfach ein wenig abschalten vom Alltag und in eine phantastische
Abenteuerwelt eintauchen macht den Roman alles in allem dennoch zu
einem lohnendem Lesevergnügen.