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Isaac Asimov
Die frühe Foundation Trilogie

Eine Rezension von Nina Horvath
 

 

Asimovs Leistungen auf dem Gebiet der Science-Fiction sind wohl unumstritten, und die „Die frühe Foundation-Trilogie“ ist ein Meisterwerk, mit dem der Autor seinem Ruf mehr als gerecht wird!
Wie zu erwarten handelt es sich hierbei um drei Romane, die so unabhängig voneinander sind, dass man sie problemlos auch getrennt lesen könnte. Dennoch ergeben die einzelnen Teile ein konsequentes Ganzes in Form eines eigenen Universums:
Die Menschen haben zahlreiche Planeten besiedelt und so ein gewaltiges Reich entstehen lassen. Die Bevölkerung auf den einzelne Planeten wird jedoch durch die Herrschaft des sogenannten „galaktischen Imperiums“ unterdrückt, ein Zerfall des komplexen Gebildes ist abzusehen.
Der erste Roman spielt auf der Erde, zu dieser Zeit nicht, wie man unwillkürlich erwarten würde, strahlender Mittelpunkt des Universums, sondern im Gegenteil nur einer von vielen Planeten, der zudem großflächig radioaktiv verseucht ist. Doch dann hat die Erde plötzlich ein Mittel in der Hand, um das gesamte Imperium zu zerstören...
Der zweite Teil handelt von der Flucht zu einer Rebellenwelt, deren Existenz jedoch ungewiss ist...
Im dritten Teil versucht ein Weltraumanalytiker verzweifelt, die bevorstehende Zerstörung eines gesamten Planeten zu melden. Sein Gedächtnis wird jedoch gewaltsam gelöscht. Er findet sich ohne Erinnerung auf einem primitiven und unterdrückten Planeten wieder und ohne zu wissen, was nun tatsächlich vor sich geht, wird er tief in undurchschaubare politische Prozesse verstrickt...
Die gesamte Geschichte ist außerordentlich komplex und durchdacht, was sich vor allem an den in zahlreichen Nebenhandlungen erfolgenden Einblicken in das politische System zeigt. Durch die oftmals sehr überraschend handelnden Charaktere, unter denen es zahlreiche Verräter gibt, bleibt die Spannung bis zur letzten Seite erhalten. Das Buch ist aufregend zu lesen und neben all den phantastischen Schilderungen bleibt die Handlung dennoch in gewissem Maß realistisch. Das ist zum einen darauf zurückzuführen, dass zahlreiche, sehr plausibel klingende wissenschaftliche Theorien in die Handlung verwoben werden, andererseits auch darauf, dass die Charaktere im Bereich ihrer Möglichkeiten agieren und jeder einzelne schlüssige Gründe für sein Handeln hat und nicht einfach nur einem Rollenklischee von „gut“ und „böse“ folgt. So verwundert es auch nicht, dass es weder eine Rettung für das gesamte Universum gibt, noch ein klassisches „Happy End“ für alle Beteiligten. Die Veränderung geht langsam vor sich, dennoch vermittelt das Ende jedes der drei Teile ein Gefühl der Hoffnung, dessen Wirkung durch die Unvollkommenheit umso überzeugender ist.