Asimovs Leistungen auf
dem Gebiet der Science-Fiction sind wohl unumstritten, und die „Die
frühe Foundation-Trilogie“ ist ein Meisterwerk, mit dem der Autor
seinem Ruf mehr als gerecht wird!
Wie zu erwarten handelt es sich hierbei um drei Romane, die so unabhängig
voneinander sind, dass man sie problemlos auch getrennt lesen könnte.
Dennoch ergeben die einzelnen Teile ein konsequentes Ganzes in Form
eines eigenen Universums:
Die Menschen haben zahlreiche Planeten besiedelt und so ein gewaltiges
Reich entstehen lassen. Die Bevölkerung auf den einzelne Planeten
wird jedoch durch die Herrschaft des sogenannten „galaktischen Imperiums“
unterdrückt, ein Zerfall des komplexen Gebildes ist abzusehen.
Der erste Roman spielt auf der Erde, zu dieser Zeit nicht, wie man
unwillkürlich erwarten würde, strahlender Mittelpunkt des
Universums, sondern im Gegenteil nur einer von vielen Planeten, der
zudem großflächig radioaktiv verseucht ist. Doch dann hat die Erde
plötzlich ein Mittel in der Hand, um das gesamte Imperium zu zerstören...
Der zweite Teil handelt von der Flucht zu einer Rebellenwelt, deren
Existenz jedoch ungewiss ist...
Im dritten Teil versucht ein Weltraumanalytiker verzweifelt, die
bevorstehende Zerstörung eines gesamten Planeten zu melden. Sein Gedächtnis
wird jedoch gewaltsam gelöscht. Er findet sich ohne Erinnerung auf
einem primitiven und unterdrückten Planeten wieder und ohne zu
wissen, was nun tatsächlich vor sich geht, wird er tief in
undurchschaubare politische Prozesse verstrickt...
Die gesamte Geschichte ist außerordentlich komplex und durchdacht,
was sich vor allem an den in zahlreichen Nebenhandlungen erfolgenden
Einblicken in das politische System zeigt. Durch die oftmals sehr überraschend
handelnden Charaktere, unter denen es zahlreiche Verräter gibt,
bleibt die Spannung bis zur letzten Seite erhalten. Das Buch ist
aufregend zu lesen und neben all den phantastischen Schilderungen
bleibt die Handlung dennoch in gewissem Maß realistisch. Das ist zum
einen darauf zurückzuführen, dass zahlreiche, sehr plausibel
klingende wissenschaftliche Theorien in die Handlung verwoben werden,
andererseits auch darauf, dass die Charaktere im Bereich ihrer Möglichkeiten
agieren und jeder einzelne schlüssige Gründe für sein Handeln hat
und nicht einfach nur einem Rollenklischee von „gut“ und „böse“
folgt. So verwundert es auch nicht, dass es weder eine Rettung für
das gesamte Universum gibt, noch ein klassisches „Happy End“ für
alle Beteiligten. Die Veränderung geht langsam vor sich, dennoch
vermittelt das Ende jedes der drei Teile ein Gefühl der Hoffnung,
dessen Wirkung durch die Unvollkommenheit umso überzeugender ist.