Obwohl es sich um eine neue
Serie handelt, die auf einer alten basiert, halten sich die Autoren
nicht mit langen Erklärungen auf, sondern setzen gleich mitten in der
Handlung- so nebenbei bemerkt handelt es sich gleich um eine für
solche Romanreihen typisch übertreibende Folterszene- ein.
Zwar ist die Geschichte einfach genug gestrickt, dass man als Leser
dem Ablauf der Ereignisse leicht folgen kann, aber eine kleine
Zusammenfassung, „was bisher geschah“ sowie ein kurzes Glossar zu
offensichtlich neu erfundenen Wörtern hätte den Leuten, die erst mit
der neuen Serie in die Geschehnisse einsteigen, auf keinen Fall
geschadet.
Die Handlung ist kurz und einfach erzählt: Die Besatzung der alten
Promet ist in dem sogenannten Katai- Sektor verschwunden, wie so viele
andere Schiffe auch. Niemand weiß, warum und welche Gefahren dort
lauern.
Der Großteil des ersten Bandes wird damit eingenommen, dass die
Besatzungsmitglieder für ein neues Promet-Raumschiff einzeln
zusammengesucht werden, wobei der Großteil erst aus irgendwelchen
Schwierigkeiten- Gefangenschaft u.ä.- befreit werden muss. Natürlich
dürfen auch ein paar „alte Bekannte“ aus der früheren Romanreihe
nicht fehlen, diese sind aber auf eher undankbare Rollen beschränkt.
Allgemein sind die Charaktere nicht sonderlich gut entwickelt, einige
davon verschwinden so derartig, dass man die Sätze, wo der Name erwähnt
ist, getrost rausstreichen könnte, ohne die Handlung zu beeinflussen.
Die restlichen Personen sind auf zwei bis drei Eigenschaften
reduziert, und vor allem das Frauenbild, das hier vermittelt wird,
erscheint mir auch etwas seltsam. Zwar sind diese emanzipiert und man
darf sie auch beim Ausführen abstruser außerirdischer Kampftechniken
oder im Kampf gegen monströse Killerkäfer erleben- aber das
ausschließlich in vorteilhaft geschnittener Kleidung und unter den
Blicken bewundernder Zusehern. Außerdem sind es auch die weiblichen
Charaktere, die für die schlimmsten Tiefpunkte des vorliegenden
Bandes verantwortlich sind, als Beispiel sei lediglich die einfach nur
dämliche Szene erwähnt, in der die Bordärztin aus purer Berechnung
ein Mitglied der Besatzung verführen will und dabei, da es sich
hierbei um einen Cyborg handelt, natürlich auf Granit beißt. (Wer
genaueres wissen will, muss schon das Buch lesen*g*)
Schließlich ist die Besatzung komplett. Ihre Mission lautet, die
Besatzung der früheren Promet zu retten und so „nebenbei“ noch
einige wissenschaftliche Daten über den unbekannten Sektor zu
sammeln.
Das Buch endet schließlich damit, dass die Besatzung in besagtem
Katai-Sektor auf das Wrack eines außerirdischen Raumschiffes stößt
und dieses natürlich- wie sollte es auch anders sein-
„klugerweise“ in zwei getrennten Gruppen betritt. Dort machen sie
dann eine ganz tolle Entdeckung, die ich nicht verrate, da es sonst
restlos keinen Grund mehr gäbe, das Buch zu lesen, aber ich kann
jetzt schon so viel sagen, dass ich davon nicht sonderlich überzeugt
war und mir mehr erwartet hätte.
Das Buch bietet bestenfalls drittklassige Unterhaltung, die Spannung
ist auch mäßig, da viele Ereignisse einfach zu voraussehbar sind.
Das einzige, was wirklich mitunter herrlich komisch ist (die im Buch
gemachten Witze sind nämlich alles andere als lustig) ist die
theatralische Ausdrucksweise aller Beteiligten, die darin gipfelt, dass
jeder unbekannte Stern feierlich mit einem Namen bedacht wird oder von
Seiten eines kurzfristig auftreten Oberbösewichts Sätze wie:
„Kapitulieren Sie. Ich verspreche Ihnen als Gegenleistung einen
schnellen, schmerzlosen Tod.“ fallen.