Obwohl „Kenshin“ bereits
in die achte Runde geht, wird es Neueinsteigern erfreulich einfach
gemacht: Dafür sorgt eine Kurzzusammenfassung der Handlung der
vorangegangenen Bände sowie eine Auflistung der wichtigsten
Charaktere, deren Zahl überschaubar bleibt und die auch genügend
individuelle Merkmale besitzen, um vom Leser schnell und einfach
unterschieden zu werden.
Im Mittelpunkt der Handlung steht - wie zu erwarten war- der Titelheld
Kenshin, der einst als Patriot eine neue Ära erkämpft hatte und
dabei zum Attentäter wurde. Nun hat er geschworen, nie wieder einen
Menschen zu töten. Aus diesem Grund liegt die Schneide seines
gebogenen Samuraischwerts auf der falschen Seite, aus diesem Grund
kann er zwar noch damit kämpfen, aber niemanden ernsthaft verletzen
kann.
Um den Umsturz der Regierung zu verhindern, macht sich Kenshin auf den
Weg nach Kioto. Da er seine Freunde nicht in Gefahr bringen will,
bricht er heimlich auf. Diese sind natürlich außer sich und kurze
Zeit später folgen sie ihm auf getrennten Wegen.
Unterwegs trifft er auf das Mädchen Misao, die er, wie ein richtiger
Held eben, sofort glaubt, retten zu müssen. Seine Überraschung ist
groß, als diese sich als Meisterin der Wurfmesser herausstellt und
sich sehr wohl selbst zu helfen weiß. Dennoch gibt es auch für ihn
den einen oder anderen Kampf zu bestehen und auch sein alter Feind
Makoto Sishio, sein Nachfolger als Attentäter, lässt nicht auf sich
warten...
Bei „Kenshin 8“ handelt es sich um einen gelungenen Manga vor
einer stimmungsvollen historischen Kulisse. Ein weiterer Pluspunkt
ist, dass Nobuhiro Watsuki zwischendurch sogar auf häufige Vorschläge
und Kritikpunkte der Leserbriefe seiner Fans eingeht, eine Mühe, die
sich wahrlich nicht jeder Autor macht.
Vor allem aber ist dieser Comic so spannend, dass kaum jemand schaffen
dürfte, ihn zwischendurch auch nur kurz wegzulegen.