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Tomino, Yoshiyuki (Regie); Yatate, Hajime; Kondo, Kazuhisa
Mobile Suit Gundam 0079 Vol. 4

Eine Rezension von Nina Horvath
 

 

Schon beim groben Durchblättern kann man sehr deutlich erkennen, dass vor allem Kämpfe die Handlung - sofern man bei vorliegendem Manga überhaupt von einer solchen sprechen kann - bestimmen.
Auf den ersten Seiten wird der Leser von diversen Informationen geradezu erschlagen, angefangen von einer ausführlichen „Chronologie des Raumzeitalters“, über eine recht detaillierte Schilderung „Was bisher geschah“, bis hin zu einer Vorstellung von etwa zwei Dutzend Charakteren. An und für sich sind solche Erklärungen ja wünschenswert, aber spätestens bei Nennung der fünften Jahreszahl und des zehnten Namens reicht es - vor allem angesichts dessen, dass es sich sonst um  recht seichte Unterhaltung handelt.
Der grobe Inhalt sieht etwa so aus: In der Zukunft hat sich eine Kolonie der Erde, das selbsternannte Herzogtum Zeon, für unabhängig erklärt, was einen schrecklichen und verlustreichen Krieg zur Folge hat. Und im vorliegenden Band ist - wie bereits erwähnt - außer den ausgedehnten Kämpfen nicht sehr viel Handlung zu entdecken. Seitenweise wird unter Verwendung diverser Kampfgeräte - wobei vor allem von innen durch einen Piloten gesteuerte Riesenroboter im Mittelpunkt stehen, die sogenannten „Mobile Suits“ - aufeinander losgegangen, oft mit absurdesten Geräuschlauten als einziger Text. Trotz der im Vordergrund stehenden Action fällt es schwer, von wirklicher Spannung erfasst zu werden, da man von den ohnehin viel zu zahlreich vorhandenen Charakteren neben den ganzen technischen Monstrositäten nur sehr wenig zu sehen bekommt. Kein Wunder, dass die Protagonisten ausnahmslos farblos bleiben und so gut wie keine Identifikationsmöglichkeiten bieten, zudem auch niemand über wirklich herausstechende Charakterzüge zu verfügen scheint. Egal, ob sie gerade einer Trauerfeier für gefallene Kameraden beiwohnen, ihnen der Kampfjet, in dem sie sitzen, gerade zur Hälfte weggeschossen wurde oder wieder einmal ein paar Kraftausdrücke durch die Gegend gebrüllt werden - der Gesichtsausdruck der Comicfiguren ist immer gleich ausdruckslos. Eine Tendenz, die sich auch bei den Lesern dieser wahrlich nicht mitreißenden Lektüre einstellen wird.