Erst Jahre nach den
erschreckenden Ereignissen berichtet der namenlose, von skurrilen
Alpträumen geplagte Ich-Erzähler seine Geschichte.
Eigentlich sollte es eine einfache Reise innerhalb New Englands
werden. Um Geld zu sparen, entscheidet sich der junge Mann nicht für
den Zug, sondern benutzt den billigeren Bus. Dieser macht eine kurze
Zwischenstation in einer kleinen Stadt namens Innsmouth, ein Ort, der
seltsamerweise auf keiner Karte verzeichnet ist.
Allerdings versuchen die Einheimischen ihn vor einem Aufenthalt in
dieser seltsamen Stadt zu warnen, aber gerade das weckt erst recht
seine Neugier.
In Innsmouth erzählt ihm ein Betrunkener von einem geheimen Kult, außerdem
fällt ihm auf, dass sich nur die jungen Leute in die Öffentlichkeit
wagen. Durch eine Häufung grauenvoller Vorzeichen gewarnt, verwandelt
sich die anfängliche Faszination für Innsmouth
in Angst, vor allem, da er durch technische Probleme des Busses
gezwungen ist, die Nacht dort zu verbringen.
Tatsächlich versucht jemand in sein Hotelzimmer einzubrechen, er kann
zwar entkommen, aber der Gedanke an Innsmouth lässt ihn nicht mehr
los.
Bei Nachforschungen stellt er fest, dass seinen Vorfahren einst in
dieser Stadt gelebt haben, nach und nach findet er die Wahrheit
heraus, die Tatsachen, die ihm verborgen bleiben, werden ihm in
furchtbaren Alpträumen gezeigt.
Die Einwohner von Innsmouth sind nur halbmenschlich, im Alter
verwandeln sie sich in groteske Wasserkreaturen, die sogenannten
"Tiefen Wesen".
Er selbst bemerkt eine seltsame Veränderung seiner Gesichtszüge und
das irrationale Verlangen, sich ins Meer zu stürzen und niemals mehr
aufzutauchen...
"Schatten über
Innsmouth" ist ein hervorragendes Buch, das vor allem durch die
meisterhafte sprachliche Formulierung besticht.
Obwohl weder Blut noch Gewalt vorkommen, wirkt es ungeheuerlich
erschreckend, wahrscheinlich deshalb, weil dem Hauptcharakter keine Möglichkeit
gegeben wird, sich gegen die scheußliche Entwicklung zur Wehr zu
setzen.