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Pat Mills
Infinity´s End (Star Wars)

Eine Rezension von Nina Horvath
 

 

Der erste optische Eindruck ist schon mal gut: Infinity´s End ist ein durchgehend in Farbe gehaltener, auf Hochglanzpapier gedruckter Comic und macht sich dementsprechend gut im Sammlerregal.

Doch wird der Fan hier auf derartig bekannte Charaktere wie Luke Skywalker oder Darth Vader vergeblich warten. Hauptperson des vorliegendes Bandes ist Quin, ein Jediritter, den der Rat auf den Planeten Dathomir geschickt hat. Ob der Typ mit der seltsamen Dreadlock Frisur und den gelben Streifen im Gesicht Sympathie erweckt, sei dahingestellt, aber zumindest kann man die Charaktere aufgrund ihrer markanten Outfits gut voneinander unterscheiden, was bei derartigen Publikationen keine Selbstverständlichkeit ist.

Dieser Planet ist von der dunklen Seite der Macht durchdrungen - auf ihm leben Frauen, die sich selbst als Hexen bezeichnen und die die Macht ebenso wie die Jediritter hervorragend im Kampf einzusetzen vermögen. Sie sind absolut skrupellos, machthungrig, lieben sadistische Spiele und halten Männer ausschließlich als Sklaven. Nicht umsonst lautet ihr Lieblingsspruch: „Hexen vergeben nie.“
Quin lässt sich zum Schein gefangen nehmen. Als Sklave muss er Schwerstarbeit beim Ausgraben eines alten Tempels leisten, gleichzeitig sitzt er damit aber an der Quelle, um herauszufinden, warum den Hexen so viel dran liegt. Er freundet sich dabei mit einem anderen Sklaven an, einem Vertreter einer Spezies, die ihr Skelett außen am Körper trägt, doch trotz seines nicht gerade vertrauenerweckenden Äußeren erweist dieser sich als wertvoller Verbündeter.
Eine weitere Person erweckt Quins Interesse: Die junge Ros Lai, eine Hexe, die wegen ihres missgestalteten Äußeren von ihren eigenen Leuten verhöhnt wird - obwohl sie die Tochter der Herrscherin Zalem ist. Quin spürt sofort, dass sie ein Geheimnis umgibt...

Er hält es jedoch nicht lange als Sklavenarbeiter aus, legt sich mit den Wachen an, soll aus Strafe an einen riesigen Wurm verfüttert werden, tötet diesen und erweckt so das Interesse der Hexen. Fortan soll er einer gefährlichen und schwierigen Aufgabe nachgehen, nämlich der eines Reptilienhüters. Die Hexen brauchen die saurierartigen Tiere nämlich, um mit deren abgeschnittenen Klauen die Maschinen ihrer Vorfahren zu bedienen!
Natürlich erweist sich Quin als echter Tierschützer, der dem grausamen Treiben gleich einmal mit seinem Laserschwert - das ihm erstaunlicherweise während seiner Gefangenschaft niemand abgenommen hat - Einhalt gebietet.
Doch der wahre Kampf gegen die dunkle Seite der Macht - die Quin als Anhänger des Lichts natürlich ablehnt, die jedoch gleichzeitig eine ungeheure Faszination auf ihn ausübt - hat erst begonnen!

Der vorliegende Band bietet trotz einiger nicht ganz logisch durchdachten Szenen ein spannendes Lesevergnügen. Die Bilder sind hauptsächlich in Braun-, Rot- und Gelbtönen gehalten, dann wieder von Blau dominiert und folgen somit der Tradition der ursprünglichen Filmtrilogie. Trotz neuer Charaktere kommt bei markigen Sprüchen wie „Möge die Macht mich leiten!“ echtes Star Wars Feeling auf!